Reklamationszentrale Schweiz
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    Ärger und Reklamationen gegen die Auskunft 1818

    Bericht bei SRF.ch zum Thema Konsum vom 17.03.2013

    Wer sich vomTelefon-Auskunftsdienst 1818 direkt zu einer Nummer verbinden lässt, kann eine böse Überraschung erleben. Die Telefonrechnung Ende Monat ist plötzlich so hoch wie nie. Schuld sind die teuren Verbindungstarife. Dessen sind sich vor allem ältere Menschen nicht bewusst.

     

    «Espresso»-Hörer Stefan Bracher aus Bern erzählt von seiner 85-jährigen Mutter: «Sie brauchte eine Nummer, die nicht im regionalen Telefonbuch war und hat sich gefreut, als eine freundliche Stimme von 1818 gefragt hat, ob sie sie gleich verbinden soll.» Als sie Ende Monat gesehen habe, dass 51 Minuten telefonieren sie fast 110 Franken gekostet haben, sei sie «furchtbar erschrocken.»

     

    Legal dank Computeransage

     

    In der Hitze des Gefechts überhören viele Leute die Computer-Durchsage, dass eine Verbindung einen gewissen Preis pro Minute kostet. Oder sie hören die Durchsage, verstehen aber nicht, dass das nicht nur der Preis für die Verbindung ist, sondern dass das ganze folgende Gespräch damit gemeint ist. Oliver Sidler, Ombudsmann Telekommunikation, versteht, dass es zu Missverständnissen kommen kann. Er sagt aber: «Solange der Auskunftsdienst mit einer Computerdurchsage auf den Preis hinweist, ist das vollkommen legal.»

     

    Grosse Preisunterschiede

     

    Bei den zwei Schweizer Auskunftsdiensten hört man eine solche Computerdurchsage, wenn man verbunden wird. Auffallend ist dabei, dass eine Verbindung mit Swisscom-1811 wesentlich günstiger ist als bei 1818. Bei 1811 zahlt man 22 Rappen pro Minute, bei 1818 sind es 1 Franken 99 Rappen pro Minute, also rund 9 Mal mehr. Bei der Firma Conduit, Betreiberin des Auskunftsdienstes 1818, heisst es zum grossen Preisunterschied in einer schriftlichen Stellungnahme: «Durch unsere Preisgestaltung stellen wir sicher, dass 1818 auch in Zukunft der führende Spezialist im Bereich Auskunftsdienst bleibt.» Eine Preis-Obergrenze gibt es laut Bundesamt für Kommunikation (Bakom) nicht.

     

    Auskunftsdienste nicht mehr so gefragt

     

    Bei der 1818-Konkurrenz von Swisscom weist Mediensprecher Olaf Schulze darauf hin, dass die Zahl der Anrufe bei Auskunfsdiensten seit Jahren rückläufig ist. «Mit den Computern und Smartphones gibt es viele Alternativen zum Telefon-Auskunftsdienst», sagt er. Deshalb würden auch die Kosten steigen. Offenbar kann ein Auskunftsdienst nur so noch rentieren.

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    Kommentare: 1
    • #1

      Bänziger (Samstag, 16 Januar 2016 17:53)

      habe 1818 angerufen, der Service war horrend teuer, die Auskunft erst nach erneuter deutlicher Erklärung gegeben und dann das: man wird um sage und schreibe 11 Uhr nachts mit einem sms geweckt, man solle ein feedback geben, unglaublich!!!!!!!!!!!!!!!!!!