Reklamationszentrale Schweiz
Tel. 0900 18 18 00 - ab 3. Min.
CHF 2.50/Min. ab CH-Festnetz

    Sie haben eine nicht gerechtfertigte Betreibung erhalten. Was nun?

    Das schweizerische Schuldbetreibungs- und Konkursrecht lässt es zu, dass jeder gegen jeden eine Betreibung einleiten kann. Selbst wenn die Forderung nicht gerechtfertigt ist. 

    In der Schweiz gibt es aktuell 2.8 Millionen Betreibungen im Jahr. Davon profitieren vor allem Inkassounternehmen mit ihren nicht gerechtfertigten Mahngebühren und Verzugskosten. Auch wenn die Grundforderung schon lange beglichen ist, werden diese Gebühren noch betrieben. Rechtlich gesehen ist jede Gebühr über dem ursprünglich geschuldeten Betrag eines gültigen Vertrages sowieso nicht geschuldet. Lediglich 5% Verzugszins können nachträglich verrechnet werden.

     

    Lesen Sie mehr zu den Themen: Betreibungen, Inkasso-Haie und ihre Anwälte.

     

    Mit dem Bundesgerichtsentscheid vom 16.01.2015 wird dem Gläubiger zugemutet, seine Forderung in einem Zivilprozess zu beweisen. Medienmitteilung Bundesgericht vom 04.02.2015.

     

    So wehren Sie sich gegen eine nicht gerechtfertigte Betreibung

    Auf einen Zahlungsbefehl können Sie innerhalb von zehn Tagen nach Erhalt Rechtsvorschlag erheben. Entweder mit einem eingeschriebenen Brief oder persönlich auf dem Betreibungsamt mit dem Satz „Ich erhebe Rechtsvorschlag auf die Betreibung Nr. XXX“. Eine weitere Begründung ist nicht nötig.

     

    Die Forderung wird mit dem Rechtsvorschlag rechtlich bestritten und das Verfahren gestoppt. Der angebliche Gläubiger muss anschliessend die Rechtmässigkeit der Rechnung auf dem Gerichtsweg beweisen.

     

    Lesen Sie mehr zum Thema: Schutz bei ungerechtfertigter Betreibung.

    Kommentar schreiben

    Kommentare: 0