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Profitieren Netzwerkbetreiber wie die Sunrise von unlauteren Praktiken einiger SMS Premium Service Anbieter?

Etliche Personen sind bereits in eine SMS Abofalle getappt. Ein unbedachter Klick auf einer Internetseite oder eine Reaktion auf ein SMS einer drei- oder fünfstelligen Nummer und schon ist es passiert.

 

Frau S.G. hat uns von ihren Erfahrungen berichtet.

 

Ihr Sohn bekam eine SMS von einer dreistelligen Nummer, in der ihm ein dreitägiges Probeabonnement für erotische Videos angeboten wurde. Falls er dies nicht wünsche, solle er mit einer STOP SMS antworten. Dies getan, erhielt er eine SMS, in welche ihm bestätigt wurde, dass er soeben ein Abo abgeschlossen habe. Daraufhin folgten regelmässige kostenpflichtige SMS (CHF 5.00 pro SMS).

 

Auch Frau S.G. geriet selber in eine SMS Abofalle. Sie erhielt eine SMS von einer dreistelligen Nummer mit einem Spendenaufruf. Nachdem Frau S.G. auf diese Nummer antwortete, bekam sie die Rückmeldung, dies sei eine falsche Adresse und geriet somit automatisch in den Verteiler der Vascom mit kostenpflichtigen SMS erotischen Inhalts.

 

 

Mehrere ärgerliche Telefonate, Emails und Briefe mit der Vascom und ihrem Telekomanbieter Sunrise folgten. Die CHF 304.00 hat sie bis heute noch nicht zurückerstattet bekommen, jedoch von der Sunrise das Angebot einer CHF 100.00 Gutschrift.

 

 

Warum arbeitet die Sunrise mit solchen Servicepartnern zusammen?

 

 

Bei Sunrise kann man zwar den Zugang zu Premium SMS kostenlos sperren lassen, doch warum werden Firmen wie Vascom, Dimoco und andere als Servicepartner zugelassen, wenn diese für ihre unlauteren Geschäftspraktiken bekannt sind? Verdient sich die Sunrise dabei eine goldene Nase auf Kosten ihrer Kunden?

 

Die Zusammenarbeit mit Mobile Dienstanbietern funktioniert nach folgendem Modell: Sunrise stellt den Service Anbietern die Infrastruktur, also das Mobilfunknetz, sowie die Abrechnungsmöglichkeit über die Sunrise Handyrechnung oder ihre Prepaid Produkte zur Verfügung. Für die Inhalte, Dienste und Preise der SMS Premium Service Anbieter übernimmt sie aber keine Verantwortung. Wenn die Sunrise nicht grossartig mitverdient und keinerlei Verantwortung für die Geschäftspraktiken ihrer Servicepartner übernimmt, weshalb bietet sie dann Frau S.G. eine Gutschrift an? Diese Frage bleibt offen.

 

 

Zusätzlich zur Vascom und Dimoco zählen zu den Servicepartnern der Sunrise auch die Firmen Terrifix, Televox und Voice Publishing, die bereits für viele Kundenreklamationen gesorgt haben.

 

 

Was tun, wenn Sie in eine Abofalle getappt sind?

 

 

  1. Lassen Sie sich bei Ihrem Telekomanbieter den Zugang zu Premium SMS sperren.
  2. Das Bundesamt für Kommunikation stellt wichtige Informationen zu kostenpflichtigen SMS bereit. Informieren Sie sich hier eingehend.
  3. Fechten Sie den betreffenden Teil Ihrer Handyrechnung schriftlich und eingeschrieben an.
  4. Holen Sie sich Unterstützung bei der Stiftung ombudscom, das ist die Schlichtungsstelle für Telekommunikation.

 

Der Ombudsmann der Telekommunikation sagt, worauf es zu achten gilt.