Reklamationszentrale Schweiz
Tel. 0900 18 18 00 - ab 3. Min.
CHF 2.50/Min. ab CH-Festnetz

Was Sie bei einer Reklamation wissen & beachten sollten

Schriftlich beschweren

  • Nur mit einem eingeschriebenen Brief und der Aufforderung zur Stellungnahme verfügt man im Falle eines Falles über die nötigen Beweise. Bei grösseren Schäden greift man besser nicht zum Telefon. Die Gefahr ist zu gross, mit leeren Versprechungen abgewimmelt zu werden. Einzig Bagatellen lassen sich im direkten Gespräch klären.



Allgemeine Vertragsbedingungen beachten

  • Grundsätzlich gelten bei Konsumentenstreitigkeiten die Bestimmungen des Obligationenrechts (OR).
    Aber längst nicht alle sind zwingend.
  • Firmen können in den allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB) auch abweichende und einschränkende Regelungen zum OR treffen. Diese sind gültig, wenn sie Ihnen bei Vertragsabschluss schriftlich übergeben worden sind.
  • AVB finden sich häufig auf der Rückseite einer Rechnung oder Quittung.

 

 

Rechte nutzen

  • Erkundigen Sie sich zuerst nach der Rechtslage.
  • Steht viel Geld auf dem Spiel, lohnt sich auch eine Beratung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.

 

 

Schaden anmelden

  • Wer Mängel geltend machen will, muss umgehend handeln. Ansonsten besteht das Risiko, die Ansprüche zu verlieren.
  • Trotzdem ist es sinnvoll, die Sache einmal zu überschlafen und erst zu schreiben, wenn sich die erste Wut gelegt hat.

 

 

Keine Drohungen

  • Unbedachte Wortwahl bedeutet Öl ins Feuer giessen. Wer zum Beispiel schreibt: «Ihre Arbeit ist nicht einen Fünfer wert», darf sich nicht wundern, wenn die Gegenseite bockt. Auch ultimative Forderungen, Anschuldigungen und Drohungen sind kontraproduktiv.

 


Wichtiges kurz fassen

  • Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und schildern Sie im Beschwerdebrief den Sachverhalt kurz, aber vollständig.
  • Legen Sie die Kaufquittung (in Kopie), sowie Beweise für Schäden und allfällige Fotos bei und nennen Sie die Namen von eventuellen Zeugen.

 


Anspruch klären

  • Je nach Situation und Rechtslage ersuchen Sie die Gegenpartei um einen Vorschlag zur Regelung des Schadens.
    Sie können Ihren Anspruch auch konkretisieren. Zum Beispiel durch die Rückgabe der Sache gegen Bezahlung des Kaufpreises, der Ersatz der schadhaften Ware oder die Entschädigung für den Minderwert eines zwar nicht einwandfreien aber dennoch brauchbaren Gegenstands.

 

Nicht abwimmeln lassen

  • Das Wissen, das Recht auf Ihrer Seite zu haben schützt Sie davor, sich beim ersten Misserfolg entmutigen zu lassen.
  • Wenn Sie Humor und Flexibilität nicht verlieren, schonen Sie gleichzeitig Ihre Nerven.

 


Gang zum Friedensrichter

  • Bleibt die Gegenseite uneinsichtig und stur, so zögern Sie nicht, den Friedensrichter anzurufen. Aber nur dann, wenn die Rechtslage eindeutig ist. Können sich die Parteien auch hier nicht gütlich einigen, entscheidet der Friedensrichter je nach Streitwert endgültig – oder aber die Sache muss gerichtlich durchgefochten werden.